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„Eigentlich wollte ich nur den Heckfender ändern……..“, diese Aussage von Tom wird allen, die am Umbau seiner VT600 beteiligt waren noch lange in den Ohren klingen, denn auf das „Eigentlich“ folgte ein großes „Aber“ und damit nahm eine nicht ganz alltägliche Umbaugeschichte ihren Lauf, deren Ergebnis so nicht vorhersehbar war.  Was dabei rauskommt, wenn alles ganz anders läuft....
Tom besitzt eine Honda VT600 Shadow mit der Typenbezeichnung PC 21 aus dem Jahr 1999 und wie bei vielen anderen Besitzer auch, kam irgendwann der Wunsch nach mehr Individualität. Also erst mal Informationen sammeln, was man so machen kann und den Weg finden, den man beschreiten will. Vorzugsweise dient dafür heutzutage das Internet mit seinen unzähligen Foren, in denen sich die Communities austauschen. Auf diesem Weg fand Tom zum Ende der Bike-Saison schließlich den Weg von Mannheim nach Bammental in Tom’s Custom Bike Shop .  Wie aus einem kleinen Cruiser ein cooles Bike wurde...
Angedacht war eine Änderung des Heckfenders, bedingt durch eine 6x17“ Felge, die Tom in seiner Shadow sehen wollte. Mitschwingend und natürlich ein Solositz. War ja auch öfter bei anderen Umbauten zu bewundern und lag damit ziemlich im Trend. Doch genau damit entwickelte der geplante Umbau eine kreative Eigendynamik und setzte eine Kettenreaktion in Gang und Eins ergab das Andere. Die Felge hatte Schrauberkollege „Schraubfix“ Uwe schnell umgespeicht und der Heckfender mit Shotgun-Rücklicht und Sissybar war recht zügig montiert. Die originalen Struts am Rahmendreieck abgesägt, auch das wurde schnell erledigt. Änderungen dieser Art gibt es zahlreiche und alle mit ähnlichen Lösungsansätzen. Die Beteiligten waren damit aber nicht zufrieden, also machte sich Werkstattinhaber Tom mit Fotos und den Ideen, wie man das Rahmendreieck richtig clean bekommen könnte, auf den Weg zum TÜV, um mit den Sachverständigen zu klären, wie weit man gehen würde können. Der TÜV gab grünes Licht und das Rahmendreieck wurde sauber umgeschweißt und neugestaltet. Besitzer Tom wollte aber auch das zentrale Federbein freilegen um eine einzigartige Optik zu erreichen. Dementsprechend mussten der Kühlwasserausgleichsbehälter und die Batterie weichen, sowie die Elektrik komplett umgestrickt und neu platziert werden. Ein neuer Batteriekasten wurde angefertigt und die Batterie samt Regler fand ihren Platz nun unter der Schwinge. Fehlte noch die Blackbox für die Minitaster, denn neue Armaturen sollten die alten ersetzen. Ausgeräumt und aufgeräumt... Klar doch....der ist eingetragen...
Fast jede freie Minute nach Feierabend verbrachte Tom nun unter Anleitung vom großen Tom und Uwe in der Werkstatt, Samstage und Sonntage inklusive, auf Feiertage wurde keine Rücksicht genommen. Selbst ist der Mann und Tom lernte schnell und viel. Die breite Gabelbrücke, die vorher an der Shadow montiert war, wurde durch eine schmälere mit 5° Reckung ersetzt und passte nun besser zum neuen Style des Bikes. Der Motor sollte geschwärzt werden. Damit war es möglich im Zuge des Ausbaus gleich auch den Rahmen mattschwarz pulvern zu lassen. Beim Zusammenbau fand auch gleich ein Ape von Kodlin den Weg an die Gabelbrücke und ein selbstgefertigter Lampenhalter stützt jetzt den Scheinwerfer. Die neuen Armaturen bereiteten dafür Kopfzerbrechen. Der Handbremskolben war nicht kompatibel zur Bremszange und ohne Bremsleistung hätte man Tom auf keinen Fall aus der Werkstatt lassen können. Also auf zur erneuten Suche nach Armaturen in den Staaten, dem Internet sei Dank. Arlen Ness hatte zum Glück die Richtigen und die passten auch optisch hervorragend. Die notwendigen Betriebsparameter werden nun durch eine kleine Einheit von Motogadget angezeigt. Das Anschließen bescherte Besitzer Tom weitere Lehrstunden in Sachen Elektrik und Lesen von Schaltplänen. Ein großes Spritfass sorgt für angemessene Reichweite auf Touren, 400km und mehr sind möglich, da der originale Tank durch einen Volumenstretch entsprechend mehr Treibstoff fasst. Damit Tom sich entsprechend setzen kann, fertigte der andere Tom eine Sitzpfanne an, die Crazy G mit einer punzierten Lederoberfläche versah. Den Vortrieb besorgt nach wie vor das originale 600er Triebwerk, das durch einen Hypercharger etwas mehr Luft aufnehmen darf. Ausgeatmet wird durch selbstgefertigte V2A Krümmer, die mit Thermoband gewickelt wurden und einer abgeänderten Silvertail Auspuff-Anlage, für die Tom selbst die Endstücke drehte. Ausreichende Verzögerung besorgt die ebenfalls originale Bremsanlage, die jetzt über ein geändertes Bremsgestänge und neu gefertigte Bremsanker bedient wird.
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